Renntraining am Pannoniaring von Jürgen HH und Steffi.

Abenteuer Pannonia Ring, Ungarn Was für eine Tour, ca. 1100 Kilometer fahren um mal das
richtige Kurvenfeeling auf dem Ring zu erleben! Nach ca. 12 Stunden langsamen
Schleichens über Autobahnen
und Landstraßen (wir durften ja nicht schneller mit dem Anhänger) sind wir endlich in Ungarn am Pannonia Ring angekommen. Nach dem langen Ritt zischt ein kühles Bierchen besonders gut. Wir wollen es aber nicht übertreiben, denn wir müssen ja noch die Moppets abladen und sicher unterbringen. Da wir so schlau waren und uns eine Box gemietet haben, brauchten
wir auch nicht großartig irgendetwas aufbauen. Später des abends stellte sich heraus, dass es wirklich richtig schlau war, sich eine Box zu mieten. Es fing an zu stürmen, dass die Zelte flogen und der Regen ließ auch nicht lange auf sich warten. Und während viele damit zu kämpfen hatten, die Zelte, Klamotten usw. einzufangen haben wir uns warm und trocken zur Ruhe gebetet um am nächsten Morgen frisch und erholt die ersten Runden zu drehen. Aber bevor es nun tatsächlich auf den Ring geht muss ich Euch noch
einen schönen Gedanken mitteilen... Es ist ein wunderbarer Anblick am frühen Morgen,



man wacht auf und...............


hat gleich die zwei wunderbarsten Dinge auf der Welt bei sich – der Liebste neben sich im Bett und das geliebte Moppet im gleichen Raum zum anfassen nahe ?... Nach dem Frühstück müssen wir aber noch ein wenig arbeiten. Die Batterie an Steffis Moppet hat den Geist aufgegeben und da müssen wir mal eben rasch Abhilfe schaffen. Es ist ja nicht so, dass es irgendwie einfach ist die Batterie bei der Laverda Diamante auszubauen, nein, nein... man muss das Hinterrad ausbauen, um an die Batterie zu kommen. Na ja, wir haben ja schon ein wenig Übung mit der Bauerei ? und so ging es doch recht schnell – ausbauen, mit Wasser auffüllen, einbauen. Die Streckenbesichtigung.... Für alle die Interesse haben, wird erst mal die Strecke besprochen. Wir gehen ein paar Meter zur ersten Kurve. Die zwei Instruktoren erklären uns, wie man Kurven fährt: Wie fahre ich die Kurve an, wo ist der Bremspunkt, wo der Scheitelpunkt und wo wird wieder beschleunigt... Eine Fotografin ist auch da und macht schon mal die ersten Fotos. Nun wird’s ernst: Die Anfängergruppe wird zum Start gerufen. In Pärchen geht’s immer auf die Strecke im Abstand von ca. 30 Sec. Langsam aus der Boxengasse, beschleunigen, durch die erste Kurve, Gas geben, rechts halten, links um die Kurve, lange Gerade, wieder nach links rüber, nach rechts kippen lassen, runter, runter – zack, das Knie setzt auf – Scheitelpunkt erreicht, beschleunigen – die Fliehkraft zieht einen richtig durch die Kurve – das Adrenalin wird ohne Ende ausgeschüttet – ein phantastisches Glücksgefühl – nur fliegen ist schöner ? Jede Gruppe fährt 4 mal 25 Minuten am Tag. 25 Minuten ist nicht viel Zeit – trotzdem ist es sau anstrengend. Ich bin völlig verschwitzt, mein Hände zittern etwas und ich bin außer Atem. Was für ein geiler Ritt – ich freue mich schon auf den nächsten Turn.... Man wird ja mit jeder Runde geschickter und die Geschwindigkeit nimmt zu und trotzdem war ich völlig erstaunt, dass einige Kurven mit einem mal zu Kurvenkombinationen wurden. Da ist man grad aus einer raus und muss sich schon wieder umlegen, um durch die nächste zu schießen... watten Spaß ! Beim dritten Turn musste ich doch mal schauen, wie Steffi so fährt. Ich war total platt, als sie sagte, dass sie den zweiten Turn nicht mitfahren wollte. Ich hatte schon total das schlechte Gewissen, dass ich sie zu etwas ermuntert hatte, was sie überfordert. Sie war ja schon die ganze Zeit hin und her gerissen, ob sie nun mit kommt oder nicht. Ich kenne die Süße ja nun auch schon ein paar Tage und ich war mir so sicher, dass sie das Streckentraining super klasse finden würde – na ja.... Ich habe mich sehr gefreut, als sie wie selbstverständlich sagte, hey, geht los nu, komm schon... Aber, was ich ja erzählen wollte... ich bin erst hinter Steffi hergefahren um mal zu gucken wie sie so fährt – ob ich mir Sorgen machen muss, dass sie bald schneller und tiefer fliegt als ich ;-) Ich war auf jeden Fall beeindruckt über die schöne Kurvenführung und habe sie überholt, um zu sehen, ob ich sie „mit ziehen“ kann, ob sie sich traut ein wenig schneller durch die Kurven zu fegen. Wir kurven so schön um den Ring und ich guck über meine linke Schulter nach hinten und freue mich des Lebens, breit grinsend, völlig entspannt..... und dann... drehte ich meinen Kopf wieder nach vorn, ich fuhr ja auf einer kurvigen Rennstrecke und ich fuhr schon eine Weile gerade aus.... AAAHHHHHH.... jemand hat die Straße geklaut, der Grünstreifen naht, bloß nicht hektisch werden, schön Gas wegnehmen und locker rollen lassen bis sich eine günstige Gelegenheit bietet, wieder auf die Strecke zu kommen... puh, geschafft. Da hab ich noch mal Glück gehabt! Was für ein Albtraum, wenn ich meine schöne Ypse auf die Seite gelegt hätte *schnief* Das hab ich nun davon.... es ist aber auch zu schön Steffi beim Fahren zuzuschauen ? Im Laufe des Tages haben wir unsere Rundenzeiten verbessert, aber das wichtigste ist der Spaß. Und der kommt auf dieser tollen Strecke nicht zu kurz. Am Sonntag konnten wir leider keine Runden mehr drehen, weil sich der Wettergott gegen uns verschworen hatte. Regen, Regen, Regen. Ein paar wagemutige haben es zwar versucht, aber sie mussten ihre Moppeds (trotz Regenreifen) schon alle in der ersten Kurve ablegen ?


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