Drehzahlmesser / Instrumente (hier: YB11)
(Bericht von Manny / Dirk)


Manny zum Thema "Drehzahlmesser"

Ich habe mich mal eingelesen in die Geheimnisse, die der Drehzalmesser so mitteilen kann, wenn die Eigenüberwachung anspricht. Also die Yamaha YZF 1000 R ( Von der stammt der Motor in der YB 11) verfügt über ein System zur Stromkreis-Eigendiagnose. Wenn der Zündschlüssel ( bei laufendem wie auch abgestelltem Motor) auf "ON" steht, werden folgende Stromkreise überprüft und deren Zustand auf dem Drehzahlmesser angegeben:

- Drosseklappensensor (TPS) 3000 U/min
- EXUP 7000 U/min
- Reserve-Warnleuchte 8000 U/ min

Das geht folgendermaßen vor sich:
Erst zeigt er 0 U/min für 3 Sec, dann den entsprechenden Zustands-Code für 2,5 Sec, und dann wieder für 3 Sec die Motordrehzahl. Natürlich nur wenn er läuft.

Also nicht verzagen, wenn der Drehzahlmesser auf einmal ganz unmotiviert - ohne das der Motor läuft - 8000 U/min anzeigt. Der spinnt nicht, sondern will euch nur mitteilen, dass die Reserveanzeige ihren Dienst quittiert hat. Lämpchen tauschen und gut ist.


Dirk zum Thema "Instrumente"

Das ist mein LIEBLINGSTHEMA!!!
Meine YB 11 - Instrumente haben nach 236 (!!) km den Geist aufgegeben. Also, Anfrage bei Könemann. Antwort: Wir suchen den bekannten Fehler, haben aber keine Antwort darauf... Habe das Angebot eines Austauschgerätes bekommen, allerdings mit dem Hinweis, dass auch dieses so nach 400 km vermutlich den Geist aufgibt!
Gleiche Anfrage bei Kraft: Überarbeitete Instrumente sind aus Italien unterwegs! Super, dachte ich, nur diese Dinger kamen nie an... Dies war also meine erste Erfahrung mit "italienischen Gegebenheiten", nach 11 Japanern totaler Frust, so etwas kannte ich aus Japan nicht... Na ja, egal.

Danach hatte ich Kontakt zu Norbert E., der mir die Original-Instrumente bearbeiten wollte. Aus bekannten, traurigen Gründen, wurde da nichts draus :-( Ich habe die Instrumente dann an einen Bimotafahrer gegeben, der solche Instrumente, nach eigenen Angaben, schön öfter mal revidiert hat. Nach der "Überarbeitung ging dann nix mehr, selbst der vorher intakte Drehzahlmesser versagte seinen Dienst.

Von da an war für mich klar, ich verbaue Zubehörinstrumente. Der Markt gibt auch sehr Schöne her. Allerdings sind qualitativ und preislich große Unterschiede erkennbar.

MeMoTec fand' ich zu plastikmässig. Erich-Jahn bot mir nochmals an, die Originalinstrumente für 650 EUR zu überarbeiten, konnten mir aber keinen festen Zeitplan zusichern, da der Stuttgarter Tüftler, der diese Arbeiten für die Berliner übernimmt, zu diesem Zeitpunkt nicht erreichbar war. Letztendlich habe ich mich für die teure, aber in meinen Augen schönste, Alternative entschieden.

Bei der Fa. ISA-Racing habe ich ein STACK 8131 geordert, Kostenpunkt 1.580 EUR, mit ein paar Prozenten durch einen Bekannten wurde es etwas billiger. ACHTUNG: Die Fa. Kainzinger verlangt für das identische Gerät 2000 EUR!!!

Das Instrument hat einen mittigen, analogen Drehzahlmesser mit zwei Warnleuchten. Darunter ein LED-Display mit jeder Menge Infos, die über diverse Menüs eingestellt und abgefragt werden können.
Weiterer Vorteil des Instrumente: Optisch wirkt das Originalinstrument nun wie ein Brotkorb. Das STACK ist sehr filigran aufgebaut.
Nur mein Schrauber war nach langer, intensiver Arbeit relativ "fertig". Das lag aber am verbauten Kabelbaum, der nicht dem in der Bedienungsanleitung abgebildeten entsprach...
Der Kauf eines STACK-Instruments ist sehr kostspielig und lohnt sich, m.E., nur, wenn man(n) oder Frau seine/ihre Bimota auf Dauer behalten will. Aber wenn man sich dafür entscheidet, hat man was sehr Schönes und Funktionierendes!!

Solche Geräte gibt es in ähnlicher Optik auch bei Gericke, TouraTech etc. Aber technisch und optisch kann man die Dinger wirklich nicht mit dem STACK vergleichen. Das STACK passt vom Erscheinungsbild wunderbar zu einem Edelbike. Diese "Vollmäusekino-Alukisten" passen eher zu unseren geliebten "Straßenkämpfern"! ...und von denen distanzieren wir zwei uns wohl am ehesten, oder?? Übrigens hatte die Tuatara damals, glaube ich, serienmäßig auch so was furchtbares, die Tesi meine ich auch...