Verbesserungen an Schwinge und Umlenkungen 
(Bericht von Manny)


Verbesserungen an der Schwinge :

Nachdem ich ein Öhlinsfederbein bei Ebay ersteigert habe, wurde die Schwinge komplett ausgebaut.
Folgende Tipps, wenn ihr da mal dran geht.
Die hinteren Motorhalterungen , vor allem die untere solltet ihr lösen, denn die ziehen etwas den Rahmen zusammen, und ihr bekommt die Schwinge nur schwer heraus oder hinein.
Überprüft, ob die Motorhalterung den Rahmen nicht zu sehr verspannt.
Eventuell Scheiben unterlegen.
Die Schwinge ist seitlich nur durch Anlaufscheiben gelagert also wird sie ohne die ganzen Umlenkhebel eingebaut, und handfest angezogen.
Dann prüfen, ob die Scheiben an den Motorhalterungen sich noch bewegen lassen.
Sind sie aber zu stramm, dann dünnere probieren.


Verbesserungen an den Umlenkungen :

Da sind Kugelköpfe verbaut. Die sind normalerweise spielfrei, aber sehr schmutzempfindlich.
Das Fett ist nach wenigen km verdreckt und schmirgelt eher als das es schmiert.
Alle Kugelköpfe sorgfältig auswaschen, damit der Dreck rauskommt.
Dann mit Lagerfett, am besten eins mit Molybydänsulfid,diese schwarzen Fette,ordentlich ins Lager reiben.
Und dann bauen wir eine Schmutzabdichtung.
Man nehme einen alten Reifenschlauch, oder ähnliches Gummi mit etwa 1,5 mm Stärke und den Nusskasten.
Suche eine Nuss aus, die in etwa dem Aussendurchmesser des Kopfes entspricht.Und nun schlage mit Hilfe der Nuss als Stanzeisen 8 Gummis aus.
Nun suche eine Nuss aus , die etwa 2 mm größer ist als die Lagerbohrung, also die Bohrung in der die Kugel gleitet.
Und schön mittig ausstanzen.
Diese Gummischeiben kleben wir nun mit Fett auf beide Seiten des Lagerkopfes.
Da die Kugeln etwa 3 mm dicker sind als die Köpfe, kriegt man die Köpfe nun saugend mit Gummis an ihren Sitz geschoben.
Schon kommt so leicht kein Dreck mehr an die Kugelköpfe, und das Fett bleibt wirksam und wo es hin gehört.
Nun noch das überschüssige Fett abwischen, und schon ist die Schwingenumlenkung überholt und verbessert.
Die Schwingenlager sind Nadellager, auch diese erst komplett auswaschen, denn es bringt nichts das alte Fett mit dem Dreck den es eingesammelt hat drin zu lassen.
Dann reichlich Fetten.
Auf der linken Seite ist eine Schmutzabdichtung durch eine Gleithülse für die Kette vorhanden. auf der rechten Seite nicht.
Also bauen wir eine.
Passenden Schlauch suchen, der dem Schwingenachskörperaußendurchmesser (was für ein Wort)entspricht.
Etwa 1 bis 1,5 cm abschneiden und auf den Schwingenachskörper schieben.
Wenn die Schwinge eingebaut ist, schieben wir das Schlauchstück über den Spalt, und schon ist das Lager dicht.
Vergesst nicht die Mitnehmer an den Ruckdämfern im Rad zu fetten, denn wo Fett ist entsteht keine Korrosion, und der Verschleiß ist durch weniger Reibung auch geringer.

 

Wer gut schmiert, der gut fährt.